10 Jahre Maueröffnung

Ökumenischer Gottesdienst mit Kirchplatzfest

 
„Diese Mauer sollte nicht ewig trennen“
  
Quelle: Stiftsgemeinde
   
Quelle: Stiftsgemeinde
 

Beim Kirchplatzfest feierten katholische und evangelische Christen die Maueröffnung zwischen St. Juliana und Stiftskirche

Von Frank Heuß

Mosbach. Mit dem Begriff der „Maueröffnung“ verbindet sich gemeinhin ein herausragendes Ereignis der deutschen Geschichte. In Mosbach aber assoziieren die evangelischen und katholischen Christen damit auch einen Durchbruch der Ökumene. Am 27. Juli 2008 wurde durch die trennende Mauer der simultanen Stadtkirche in der Mosbacher Altstadt zwischen dem katholischen Teil der „St. Juliana“ und der evangelischen Stiftskirche ein Durchgang geschaffen. Den zehnten Jahrestag des Zusammenwachsens der beiden großen christlichen Konfessionen feierte man am gestrigen Sonntag mit dem Kirchplatzfest.

Den Auftakt dazu machte ein Gottesdienst, den die evangelische Pfarrerin Stefanie vom Hoff gemeinsam mit Pfarrer Stefan Schaaf von der katholischen Kirchengemeinde „Mose“ gestaltete. Mit viel Applaus begrüßten die rund 400 Gottesdienstbesucher die beiden Geistlichen, die den Prozess einst als Pfarrer der beiden Gemeinden auf den Weg brachten: Monsignore Klaus Bader und Dekan Dirk Keller.

„Diese Mauer sollte nicht ewig trennen, was eigentlich zusammengehört“, unterstrich Stefan Schaaf eingangs, nachdem man von der katholischen St. Juliana her durch die „offene Türe“ in die Stiftskirche eingezogen war. Kombiniert hatte man das Ereignis auf evangelischer Seite mit der Vorstellung von über 20 Konfirmandinnen und Konfirmanden. Die Gruppe hatte ein kleines sprachliches Schauspiel vorbereitet, in dem es um die biblische Figur des Zacheus und die „offenen Türen“ ging.

Passend dazu sprach Pfarrer Schaaf davon, dass die im Jahr 1708 in der Keimzelle Mosbachs errichtete Mauer zunächst einiges ermöglicht habe für ein „friedliches Miteinander“ beider Konfessionen „unter einem Dach und mit einem Turm“. Es müsse eben immer erst „die Zeit reif“, für die prägenden Schritte im „gemeinsamen Weg mit Gott“ sein.

So verstand es sich fast von selbst, dass das zehnte Jubiläum einmal mehr mit einem bunten Fest am Kirchplatz direkt im Anschluss an den Gottesdienst gefeiert wurde. Für reichlich Bewirtung und Unterhaltungsprogramm nicht zuletzt für die kleinen Gäste hatten die Ehrenamtlichen beider Gemeinden gesorgt.

Quelle: RNZ, Mosbacher Nachrichten, 16. Juli 2018, Seite 5

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